Aktuelles aus dem Fischbachtaler Rathaus

Erweiterte Strecke 30 in der Darmstädter Straße

Verkehrszeichen 30 (Bild von Doris Metternich auf Pixabay.com)

Der Arbeitskreis "Verkehrsberuhigung“ forderte schon lange eine Verringerung der Geschwindigkeit in der Darmstädter Straße. Dem haben nun die zuständigen Behörden zugestimmt.

In der Gemeindevertretung gibt es den Arbeitskreis "Verkehrsberuhigung in Niedernhausen" Der hatte schon lange den Wunsch, in der Darmstädter Straße (Landesstraße 3102) zwischen der Einmündung "Am Schlossberg" und der Einmündung südliche "Schnurrgasse" eine Strecke 30 einzurichten.

Dies wurde vom Arbeitskreis so begründet: In diesem Bereich sind die Gehwege rechts und links auf längeren Abschnitten sehr schmal, zum Teil nur 65, 70 oder 80 cm. Die Fahrbahn ist hier nur 5,5 m schmal. Bei zwei sich begegnenden LKWs oder Bussen (oder auch PKW und LKW) besteht die konkrete Gefahr, dass Zufußgehende auf den Gehwegen erfasst und verletzt oder gar getötet werden.
Bei dieser Enge und bei einer Geschwindigkeit von 55 km/h kann der Luftzug eines LKWs als Sog besonders kleine oder schwache Personen erfassen und unter das Fahrzeug schleudern.

Diese konkreten Gefahren können durch eine Anordnung einer Strecke 30 deutlich reduziert werden. Eine solche Einschränkung bewirkt auch eine höhere Aufmerksamkeit der Fahrenden.
Außerdem wirkt eine geringe Geschwindigkeit deutlich Lärm reduzierend.

Untere Verkehrsbehörde entscheidet

Die Darmstädter Straße eine Landesstraße. Deshalb liegt die Zuständigkeit bei der Unteren Verkehrsbehörde des Landkreises.
Nach einer verdeckten Verkehrszählung und einer Besprechung vor Ort – zusammen mit Vertretern der Verkehrspolizei, von Hessen mobil, dem Ortsbeirat und von der Gemeindeverwaltung – einigten sich die Anwesenden auf folgende Regelung:

Eine Anordnung der Strecke 30 wie beantragt ist möglich. Sie soll ab der Einmündung „Am Schloßberg“ beginnen und bis zur bereits bestehenden Strecke 30 vor der Grundschule (Darmstädter Straße 8) geführt werden. Dort vereinen sich beide Strecken zu einer langen Strecke 30. Diese neue und längere Strecke liegt dann zwischen Darmstädter Straße 3a (Einfahrt zum „Freier Platz“) und Darmstädter Straße 69 (Einmündung „Am Schlossberg“).

Weil der Abstand zwischen beiden Teilstrecken weniger als 300 m betrug, konnten sie miteinander verbunden werden. In der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO) ist unter „Zu Zeichen 274 Zulässige Höchstgeschwindigkeit“ geregelt:
„XII. Liegt innerhalb geschlossener Ortschaften zwischen zwei Geschwindigkeitsbeschränkungen nur ein kurzer Streckenabschnitt (bis zu 300 Meter), so kommt zur Verstetigung des Verkehrsflusses eine Absenkung der Geschwindigkeit auch zwischen den beiden in der Geschwindigkeit beschränkten Streckenabschnitten in Betracht. Dieses fördert nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern trägt auch zur Verringerung der verkehrsbedingten Lärm- und Abgasbelastung bei.“
Daraus ergibt sich, dass eine Verbindung der beiden Strecken 30 möglich und sinnvoll ist.

Von den rund 4900 täglichen Vorbeifahrten sind dort rund 300 Fahrzeuge LKWs oder Busse. Gerade diese LKWs im Begegnungsverkehr wirken beängstigend und machen viel Krach.

Ein Gewinn für die Menschen vor Ort

Wer dort wohnt oder dort zu Fuß geht, weiß um die Enge und den Lärm der vorbeifahrenden Fahrzeuge. Mit dieser Regelung kann einem oft vorgetragenen Wunsch der Anlieger entsprochen werden.

Die 30er Verkehrszeichen werden von der Straßenmeisterei in Groß-Umstadt in der nächsten Zeit aufgestellt.

 

Veröffentlicht am Donnerstag, 21. Dezember 2023