Eine Biene auf einer Distelblüte
Foto: Stephan Kühn

Runder Tisch für Nachhaltigkeit

Die Gemeindeverwaltung Fischbachtal möchte ihr Augenmerk stärker auf Fragen der Nachhaltigkeit im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes legen. Aus diesem Grund lud Bürgermeister Philipp Thoma gemeinsam mit Stephan Kühn, dem Leiter des Umwelt- und Ordnungsamtes der Gemeinde, zu einem runden Tisch zu diesem Thema ein.

Dazu wurden Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen ins Rathaus eingeladen, die sich den Umwelt- und Naturschutz auf ihre Agenda geschrieben haben. In konstruktiver Atmosphäre wurden verschiedene konkrete Maßnahmen besprochen, die man gemeinsam angehen möchte.

Idee „Fairtrade-Town“

So wurde beispielsweise die Idee diskutiert, ob sich die Gemeinde Fischbachtal als Fairtrade-Gemeinde zertifizieren lassen solle, um den Fairen Handel zu unterstützen. Dieser umfasst soziale wie ökologische Aspekte. Mit Produkten aus Fairem Handel werden für Kleinbauernfamilien faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen gesichert.

Die Zahlung einer Fairtrade-Prämie für Soziales, Infrastruktur und Bildung ermöglicht den Produzenten z.B. den Bau von Schulen und Gesundheitszentren. Durch das Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit bei der Produktion werden Kindern der Schulbesuch und damit eine emanzipierte Lebensgestaltung ermöglicht. Zudem werden umweltschonende Anbaumethoden besonders gefördert und Bioaufschläge bezahlt.
Bürgermeister Thoma ist überzeugt: „Unsere Gemeinde kann einen vorbildhaften Beitrag für ökologische und nachhaltige Bewirtschaftung leisten.“ Das Rathaus geht hier mit gutem Beispiel voran und hat auf Kaffee aus fairem Handel umgestellt.

Insekten brauchen unseren Schutz

Ein zentrales Thema war auch der Rückschnitt von Hecken und Bäumen durch die Gemeinde. Hier wurde in der Runde vereinbart, dass die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher der Gemeinde jährlich um Mitteilung gebeten werden, welche Hecken oder Baumreihen zurückzuschneiden sind. Diese Vorschläge werden von Herrn Kühn gesammelt und die Art der Pflege wird dann mit dem Naturschutzbund (NABU) und dem Imkerverein abgesprochen. Ziel ist es dabei, den Lebensraum und die Nahrungsgrundlage von Vögeln, Bienen und Insekten zu schützen. Der tatsächliche Schnitt erfolgt dann jeweils von Oktober bis Februar.

Gesprochen wurde auch über die Idee, dass verschiedene bienen- und insektenfreundlichen Wildblumenarten in Ausgleichsflächen der Gemeinde oder öffentliche Flächen eingebracht werden können, um damit dem Bienensterben entgegenzuwirken. So kann ohne größeren Aufwand das Ortsbild freundlicher und farbenfroher werden. Auch Patenschaften für Hecken, Bäume und Wiesen wurden angedacht.

Vertiefende Informationen:


 

Veröffentlicht am Mittwoch, 22. November 2017

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