St.-Jost-Pilgerweg in Fischbachtal

J1 St.-Jost-Pilgerweg

Ein Pilgerweg als "Trimm-dich-Pfad für die Seele"

In Erinnerung an den Patron der St.-Jost-Kapelle ist der ökumenische Pilgerweg St. Jost um die ehemalige Waldkapelle gegründet worden, die den Pilger von Station zu Station auf einen ökumenischen Meditationsweg führen möchte und dabei Gedenkstätten und Kirchen einschließt. Dem Wanderer wird die Möglichkeit zu einer besinnlichen Wanderung durch das Fischbachtal gegeben. Dabei wird auch die Nachbargemeinde Modautal mit der Neunkircher Höhe und der ehemaligen Wallfahrtskirche und jetzt ev. St. Cosmas und Damian Kirche einbezogen.

Markiert ist dieser Wanderweg mit J1 als Zeichen für den St. Jost Pilgerweg. Die Kennzeichnung JV gilt für die abkürzende Verbindungsstrecke. In einigen Bereichen verläuft der Pilgerweg über den Alemannenweg (rotes S), der vom deutschen Wander verband als Qualitäts-Wanderweg ausgezeichnet wurde.

Hier können Sie den Flyer mit Wanderkarte und Wegbeschreibung herunterladen (pdf).

 

Pilgertag im Fischbachtal

Jedes Jahr am 1. Samstag der hessischen Sommerferien laden die Evangelische Kirchengemeinde Niedernhausen und die Gemeinde Fischbachtal zu einer gemeinsamen Pilgerwanderung ein. Nach einem kurzen Gotttesdienst in der St.-Jost-Kapelle geht es auch einen besinnlichen Gang von Station zu Station entlang des Pilgerweges. Meditationen, Texte, Lieder und Andachten bereichern die Pilger.

Mehr Informationen finden Sie auf der Seite www.st-jost.fischbachtal.de

 

Presseberichte

 

  • Über die Eröffnungsveranstaltung am 28.06.2008 wurde im Darmstädter Echo am 30.06.08 berichtet (zum Vergrößern das Bild anklicken):

Bericht im Darmstädter Echo vom 30.06.2008 (zum Vergrößern anklicken)

  • Im "Odenwaldklub WanderMagazin Die Dorflinde" (Nr. 1/2010) erschien eine Beschreibung der Wanderung auf dem Pilgerweg (pdf) von H. Schwedler.
  • Am 25.03.2010 wurde der St.-Jost-Pilgerweg als geprüfter Wanderweg "Wanderbarer Odenwald" ausgezeichnet. Das Darmstädter Echo berichtete davon:
    Bericht im Darmstädter Echo vom 29.03.2010 (Zum Vergrößern anklicken!)
  • Berichte und Bilder vom 3. ökumenischen Pilgertag am 10. Juli 2010. An diesem Tag wurde die neue Waldkapelle St.-Jost mit einem Festgottesdienst geweiht.

 

Geschichtlicher Hintergrund

Jodokus oder Jost, Sohn eines bretonischen Königs, verzichtete auf die Krone und lebte als Pilger, Priester und Einsiedler. Er starb um 669. Der Heilige Jost ist Patron der Pilger, Schiffer, Siechenhäuser, Blinden und Bäcker.
In der Waldeinsamkeit des Fischbachtals wurde dem Hl. Jost eine Kapelle errichtet. Der Flurname „Jostwiesen“ lokalisiert ihren Standort auf einer ehemals 7 ¾  Morgen umfassenden Waldwiese zwischen den Fluren Strieth, Hardt und der Gemarkungs-grenze von Groß-Bieberau. Auf dem Siegel des Gerichts zu Hausen von 1536 ist die St. Jost-Kapelle in stilisierter Form zu sehen.
Im Mittelalter wurden die Kranken, Siechen genannt, außerhalb geschlossener Ort-schaften gepflegt und es ist denkbar, das hier der Grund für die Standortwahl im Wald an einem Bachlauf liegt.  Der Herren von Katzenelnbogen waren die Herren von Lichtenberg und kannten auf Grund ihrer familiären Nähe zur Reichsabtei Prüm die St. Jost-Verehrung. Dieser Heilige hatte für sie eine besondere Bedeutung.  
Nach der Reformation zog Landgraf Philipp der Großmütige Klöster und Kapellen ein und widmete die Einkünfte um. Die Einkünfte der St. Jost-Kapelle wurden laut Ur-kunde vom 19. Juni 1541 dem Hospital Hofheim überwiesen. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden noch vorhandene Überreste der Kapelle abgetragen und die Ruine als Steinbruch verwendet.

 

Impressionen

St.-Jost-Pilgerweg: Altar an der St.-Jost-Ruine

St.-Jost-Pilgerweg: Mit der Wegemarkierung J1 finden die Pilger ihren Weg

St.-Jost-Pilgerweg: Stele an der St.-Jost-Ruine

St.-Jost-Pilgerweg: Am Rimdidim-Felsen oberhalb von Fischbachtal-Meßbach

Waldkapelle St. Jost in Fischbachtal

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